Archive | Service für Endverbraucher RSS feed for this section

Jeder kann mithelfen: Goldene Regeln zur Sicherheit auf Spielplätzen

1 Feb

„Beim Besuch eines Spielplatzes kann dessen Sicherheit von Eltern mit wenigen Blicken oder Handgriffen untersucht werden“, erklärt Berthold Tempel, Spielplatz-Tester beim TÜV Rheinland. Die goldenen Regeln für eine Sichtkontrolle und Erkennung von Warnzeichen hat der TÜV Rheinland zusammengestellt. „Der wichtigste Schritt ist jedoch, den Betreiber des Platzes oder das zuständige Amt über Schäden oder Mängel zu informieren“, sagt Tempel. In der Regel steht am Eingang des Spielplatzes ein Kennschild mit einer Kontakttelefonnummer sowie der Adresse oder der Ordnungsnummer des Platzes. Ist dies nicht der Fall, hilft die zuständige Stadtverwaltung (Ordnungsamt oder Grünflächenamt) weiter.

Boden, Geräte, Bewuchs – die wichtigsten Prüfpunkte einer Sichtkontrolle

• Wie sehen die Bodenbeläge aus? Achten Sie auf Witterungsschäden oder den „Wegspieleffekt“: Haben Regen oder starke Beanspruchung unter einem Spielgerät den Sandboden oder Rindenmulch ausgedünnt? Fehlen Gummiplatten? Womöglich kann der Boden Stürze nicht mehr genügend abdämpfen. Sind in der Nähe der Geräte Einfassungen aus Stein oder Beton zum Vorschein gekommen, auf die Kinder fallen könnten?

• Ist der Sand mit Hundekot, Glasscherben etc. verschmutzt? Gibt es Vandalismusschäden an den Geräten?

• Je nach Verschmutzungsgrad und Beanspruchung sollten die Sandbereiche regelmäßig komplett erneuert werden. Ist das der Fall?

• Stehen an den Spielgeräten Schrauben und Nägel hervor? Haben sie scharfe Ecken und Kanten?

• Haben sich Bauteile, beispielsweise am Podest oder am Aufstieg eines Kletterturms, gelöst? Bei Schäden sollten Kinder so lange nicht mehr auf dem Gerät spielen, bis es fachgerecht repariert ist.

• Wachsen auf dem Spielplatz Pflanzen mit Blüten oder Beeren, die Sie nicht kennen bzw. die giftig sind? Achten Sie z. B. auf Ilex, Goldregen, Seidelbast oder Pfaffenhut. Gerade kleine Kinder stecken Beeren gerne in den Mund, das kann sehr gefährlich werden.

Besondere Warnzeichen

• Rost an Metallspielgeräten ist immer ein ernstes Warnzeichen. Durch einfaches Hinsehen ist der Grad der Zerstörung oft nicht erkennbar. Daher sollte der Betreiber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig informiert werden, um Einsturzgefahr zu vermeiden.

• Gleiches gilt für Fäulnis an Holzspielgeräten. Mit bloßem Auge ist der Grad der Zerstörung auch beim Holz oft nicht erkennbar. Haben die Balken Risse? Sind an den Nahtstellen Verschleißpunkte erkennbar? Sind Schaukelsitze und Kettenglieder abgenutzt?

• Spielplätze sind weder Partyzonen noch Hundedressurplätze. Anwohner sollten daher sofort den Betreiber informieren, wenn der Platz abends und nachts zweckentfremdet wird.

• Wichtig: Es ist hilfreich, sich beim Telefonat den Ansprechpartner sowie Uhrzeit und kurze Stichpunkte zum Inhalt des Gesprächs zu notieren, um noch einmal nachhaken zu können, falls von Seiten der Verantwortlichen nichts passiert.

Ehrenamtliche Spielplatz-Paten

Menschen, die Zeit und Lust haben, sich besonders um einen Spielplatz zu kümmern, können Spielplatz-Paten werden. Grundsätzlich sind Paten frei in der Ausgestaltung ihrer Tätigkeit. Zu ihren Aufgaben können gehören: Sie besichtigen die Spielfläche regelmäßig, achten gemeinsam mit den Kindern auf die Sauberhaltung des Spielplatzes und führen einfache Säuberungen durch. Starke Verunreinigungen sowie Schäden an den Spielgeräten und Einrichtungen sollten sie natürlich sofort melden. Zudem sprechen sie mit den Kindern und Eltern, die den Platz nutzen, sowie mit Personen, die die Ordnung auf dem Spielplatz missachten. Die Paten greifen Ideen auf, geben Anregungen, schlichten auch mal einen Konflikt und ganz Engagierte organisieren Aktionen und Spielplatz-Feste. Klar, eine Spielplatz-Patenschaft bedeutet Verantwortung – aber das Ehrenamt bringt auch viel Spaß und geselligen Austausch mit anderen, besonders natürlich mit Kindern!

Was ist nicht Aufgabe der Paten? Der ehrenamtlichen Tätigkeit als Spielplatz-Pate sind Grenzen gesetzt. Paten sind keine Müllsammler oder Spielplatz-Polizisten, sondern Partner für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Anwohner. Die jeweiligen Spielplatz-Träger sind und bleiben für ihren jeweiligen Spielplatz gesamtverantwortlich. Folgende Tätigkeiten gehören daher NICHT in den Aufgabenbereich der Paten: Die Verkehrssicherungspflicht ausüben, den Spielplatz instand halten, den Spielplatz gärtnerisch pflegen, gesammeltem Unrat abtransportieren.

Einzelne Personen, aber auch Gruppen oder Initiativen können Spielplatz-Paten werden. Ob in Ihrer Nähe Spielplatz-Patenschaften angeboten werden, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde.

 

Fanta Spieletipps für drinnen und draußen

10 Jan

Ob auf dem Geburtstag oder bei der Wochenendverabredung: Diese Spielideen bringen kleinen und großen Kindern Spaß – und sind ohne viel Aufwand durchführbar.

Probieren Sie doch einmal aus, Ihre Kinder frei spielen zu lassen, und halten Sie sich als Erwachsene einmal weitgehend heraus! Stellen Sie Ihren Kindern Material zur Verfügung und geben Sie Anregungen, die sie alleine umsetzen können. Was Sie vorschlagen und bereitstellen, hängt natürlich vom Alter der Kinder ab. Doch egal, ob drei oder 13: Mischen Sie sich nur ein, wenn Sie gefragt werden. Und auch dann sollten Sie sich möglichst auf Hilfestellungen beschränken. Mamas oder Papas Aussage „Ich zeig dir mal, wie das geht“ ist heute verboten. Lassen Sie die Kinder einfach mal machen, dann werden sie ausprobieren, experimentieren, ihrer Fantasie freien Lauf lassen, sich miteinander beraten und hinterher stolz auf ihr eigenes Werk sein.

DRINNEN

Raus aus dem Spinnennetz

Suchen Sie sich ein Zimmer oder einen Bereich mit vielen Hindernissen wie Tischen, Stühlen, Türen. „Spinnen“ Sie mit einem dicken Wollfaden ein dichtes Netz zwischen den Hindernissen, sodass es nur wenige Auswege gibt. Versammeln Sie nun die Kinder im Inneren dieses Netzes und fordern Sie die Spieler auf, das Netz zu verlassen, ohne es zu berühren. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie ein Zeitlimit setzen. Spielalternative: Ein Kind läuft als „Spinne“ entlang des Netzes und „jagt“ die anderen Kinder.

Schatzilein, liebst du mich?

Die Kinder bilden einen Kreis. Ein Kind sitzt dabei in der Mitte und fragt nacheinander die Kinder im Kreis: „Schatzilein, liebst du mich?“ Dabei darf das Kind in der Mitte die anderen Kinder außen im Kreis nicht berühren, wohl aber mit Grimassen zum Lachen animieren. Das Kind, an das die Frage gerichtet wird, muss antworten: „Schatzilein, ich liebe dich, aber ich kann einfach nicht lachen.“ Wenn das Kind beim Antworten doch lacht oder grinst, hat es verloren und muss nun selbst in den Kreis.

Wackelige Angelegenheit

Lassen Sie die Kinder einen Kreis bilden und legen Sie ein Haargummi in die Mitte. Binden Sie für jedes Kind, das mitspielt, einen Bindfaden an die Seiten des Haargummis. Alle Kinder halten nun einen Faden in der Hand und können damit die Spannung des Haargummis beeinflussen. Die Aufgabe ist nun, gemeinsam mit diesem Haargummi kleine Plastikbecher oder -dosen zu greifen und zu stapeln.

Strumpfhosen-Golf

Stecken Sie in ein altes Paar Nylon-Strumpfhosen einen Tennisball oder einen ähnlich schweren und runden Gegenstand. Binden Sie jetzt das obere Ende der Strumpfhose an den Hosensaum der Kinder, sodass das Objekt in der Strumpfhose kurz über dem Boden schwebt: Im Schritt der Kinder baumelt nun der Nylon-Strumpf mit Füllung. Durch geschicktes Schaukeln lässt sich damit jetzt ein Ball oder eine Kugel anstoßen und in ein Tor schießen.

Detektive in Aktion

Die Kinder sitzen in einem Kreis zusammen. Eines der Kinder muss den Raum verlassen, während die anderen Kinder gemeinsam ein Objekt im Raum auswählen. Das Kind, das draußen warten musste, wird anschließend wieder in die Mitte des Kreises gebeten und muss nun mit nur zehn Fragen erraten, welcher Gegenstand ausgesucht wurde. Danach darf das nächste Kind rausgehen und die neue Runde beginnt.

Unser Tipp: Unter www.kindersache.de, einem Angebot des Deutsche Kinderhilfswerks, finden alle Kinder ihrem Alter entsprechende Informationen und viele weitere Tipps und Tricks zum Thema Spielen. Darüber hinaus hat das Deutsche Kinderhilfswerk extra für Kinder und Familien die „Spielebox“ (erhältlich unter www.dkhw.de) zusammengestellt, eine kleine Sammlung von Spielmöglichkeiten (z. B. Softbälle, Gummihopse) und dazu eine handliche Broschüre mit jeder Menge Spielanregungen.

DRAUSSEN

Flaschen füllen

Zwei oder mehr Teams stellen sich hinter einer Linie auf. Für jedes Team werden etwa 10 bis 15 m hinter der Linie leere Plastikflaschen platziert. Nun bekommt jedes Team die gleiche Menge Streichhölzer, Reiskörner und kurze Bindfäden. Auf ein Startsignal hin müssen die Teams jeweils ein Streichholz, ein Reiskorn und einen Bindfaden nehmen und von oben in die Flasche fallen lassen. Das Team, das als Erstes das gesamte „Material“ in der Flasche versenkt hat, gewinnt.

Mann über Bord!

Zeichnen Sie oder legen Sie ein großes Rechteck auf den Boden. Malen Sie an alle vier Außenlinien einen etwas kleineren Kasten. Erklären Sie den Kindern, sie befänden sich auf einem Schiff im Sturm. Nur, wenn alle Passagiere gleichzeitig die richtige Schiffsseite erreichen, wird das Schiff nicht sinken. Rufen Sie „Backbord“, müssen alle Kinder zum linken kleineren Kasten laufen, bei „Steuerbord“ zum rechten, bei „Heck“ zum hinteren und bei „Bug“ zum vorderen Kasten. Das Kind, das als Letztes dem Kommando folgt und bei den Seitenkästen ankommt, ist schiffbrüchig und scheidet aus.

Wie spät ist es, Herr Wolf?

Eines der Kinder wird als Wolf gewählt, die anderen Kinder stellen sich gleichmäßig nebeneinander etwa 20 m entfernt vom Wolf auf. Nun fragen die Kinder den Wolf: „Wie spät ist es, Herr Wolf?“ Der Wolf antwortet mit einer Zahl. Genau die Anzahl an Schritten müssen die Kinder nun auf den Wolf zugehen. So wird der Wolf wieder und wieder gefragt, bis er nicht mehr mit einer Zahl antwortet, sondern „Mittagszeit!“ ruft. Auf das Kommando dürfen die Kinder loslaufen und vor dem Wolf flüchten. Der Wolf muss nun eines der Kinder fangen. Das gefangene Kind darf als Nächstes Wolf sein.

Flickenlauf

Bereiten Sie für jedes Kind jeweils zwei „Flicken“ aus je einem alten T-Shirt, Handtuch oder Kissenbezug vor. Stecken Sie auf der Wiese ein Ziel ab. Nun treten alle Kinder an einee Linie auf dem Rasen mit ihren „Flicken“ an. Mit dem Startschuss müssen sie sich nun so schnell wie möglich mit ihren „Flicken“ fortbewegen – ohne dabei mit dem Fuß das Gras zu berühren. Dafür legen die Kinder ihre zwei „Flicken“ hintereinander, laufen bis an den Rand ihres vorderen „Flicken“, nehmen den „Flicken“, der sich nun hinter ihnen befindet, mit den Händen auf und legen ihn vor den „Flicken“, auf dem sie stehen usw.. Gewonnen hat, wer als Erstes am Ziel ist, ohne dabei den Rasen zu berühren.

Überraschungsrennen

Schreiben Sie verschiedene Aufgaben je zweimal auf kleine Zettel und stecken Sie diese in zwei verschiedene Beutel, sodass jeder Beutel die gleichen Aufgaben enthält. Die Aufgaben können beispielsweise sein: „Laufe zu den Bäumen und umkreise sie zweimal“, „Laufe bis zum Sandkasten und mache dabei zwei Purzelbäume“, „Gehe zur Rutsche, rutsche hinunter und komm zurück“, „Mach 25 Luftsprünge“. Lassen Sie die Kinder nun zwei Teams bilden und nacheinander eine Aufgabe ziehen und erfüllen. Das Team, das am schnellsten das Überraschungsrennen absolviert, gewinnt.