Archive | February, 2013

100 Spielplätze in 100 Tagen – Jetzt bewerben!

4 Feb

Startschuss für Initiativen, Vereine und Träger: Ab sofort können sich Betreiber öffentlich zugänglicher Spielplätze wieder bei der Fanta Spielplatz-Initiative um eine Sanierungsunterstützung bewerben. Bis 17. April, 12.00 Uhr, gilt es, über https://www.dkhw-foerderdatenbank.de/spielplatzinitiative.html die Bewerbungsunterlagen einzureichen. Danach werden in einem öffentlichen Online-Voting in 100 Tagen die Gewinner gekürt. Die Fanta Spielplatz-Initiative wurde 2012 von Fanta, zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem TÜV Rheinland, ins Leben gerufen, um mehr Raum für kreatives und sicheres Spielen zu schaffen. Nach dem erfolgreichen Startjahr möchten die drei Partner nun noch mehr Spielplätzen die Chance geben, eine Förderung zu erhalten. Die 20 Plätze mit den meisten Stimmen gewinnen, wie auch im letzten Jahr, einen finanziellen Sanierungszuschuss in Höhe von je 5.000 Euro. Doch damit nicht genug. Dieses Jahr werden auch die Plätze 21-100 für ihr Engagement belohnt: Sie können sich für eines von vier Modulen für freies und kreatives Spiel im Wert von 1.000 Euro oder 1.000 Euro zur Sanierung in bar entscheiden.

Mit der Spielplatz-Initiative möchte Fanta zusammen mit den Partnern  Aufmerksamkeit dafür schaffen, wie wichtig Spielen für die kindliche Entwicklung ist. Im Vorjahr wurden dazu von den Experten des Deutschen Kinderhilfswerks bei dem Bau eines Modellspielplatzes acht Module für kreatives Spielen definiert – davon muss jeder der 20 höchstplatzierten Spielplätze mindestens eines umsetzen.

Welche Spielplätze die Sanierungshilfe erhalten, entscheiden die Verbraucher selbst: Vom 23. April bis 31. Juli 2013 kann online 100 Tage lang abgestimmt werden, welche 100 Spielplätze durch die Fanta Spielplatz-Initiative gefördert werden. Gevotet werden kann neben unserem Blog zum Beispiel über www.facebook.com/fantaspielspass, www.dkhw.de oder www.tuv.com.

Jeder kann mithelfen: Goldene Regeln zur Sicherheit auf Spielplätzen

1 Feb

„Beim Besuch eines Spielplatzes kann dessen Sicherheit von Eltern mit wenigen Blicken oder Handgriffen untersucht werden“, erklärt Berthold Tempel, Spielplatz-Tester beim TÜV Rheinland. Die goldenen Regeln für eine Sichtkontrolle und Erkennung von Warnzeichen hat der TÜV Rheinland zusammengestellt. „Der wichtigste Schritt ist jedoch, den Betreiber des Platzes oder das zuständige Amt über Schäden oder Mängel zu informieren“, sagt Tempel. In der Regel steht am Eingang des Spielplatzes ein Kennschild mit einer Kontakttelefonnummer sowie der Adresse oder der Ordnungsnummer des Platzes. Ist dies nicht der Fall, hilft die zuständige Stadtverwaltung (Ordnungsamt oder Grünflächenamt) weiter.

Boden, Geräte, Bewuchs – die wichtigsten Prüfpunkte einer Sichtkontrolle

• Wie sehen die Bodenbeläge aus? Achten Sie auf Witterungsschäden oder den „Wegspieleffekt“: Haben Regen oder starke Beanspruchung unter einem Spielgerät den Sandboden oder Rindenmulch ausgedünnt? Fehlen Gummiplatten? Womöglich kann der Boden Stürze nicht mehr genügend abdämpfen. Sind in der Nähe der Geräte Einfassungen aus Stein oder Beton zum Vorschein gekommen, auf die Kinder fallen könnten?

• Ist der Sand mit Hundekot, Glasscherben etc. verschmutzt? Gibt es Vandalismusschäden an den Geräten?

• Je nach Verschmutzungsgrad und Beanspruchung sollten die Sandbereiche regelmäßig komplett erneuert werden. Ist das der Fall?

• Stehen an den Spielgeräten Schrauben und Nägel hervor? Haben sie scharfe Ecken und Kanten?

• Haben sich Bauteile, beispielsweise am Podest oder am Aufstieg eines Kletterturms, gelöst? Bei Schäden sollten Kinder so lange nicht mehr auf dem Gerät spielen, bis es fachgerecht repariert ist.

• Wachsen auf dem Spielplatz Pflanzen mit Blüten oder Beeren, die Sie nicht kennen bzw. die giftig sind? Achten Sie z. B. auf Ilex, Goldregen, Seidelbast oder Pfaffenhut. Gerade kleine Kinder stecken Beeren gerne in den Mund, das kann sehr gefährlich werden.

Besondere Warnzeichen

• Rost an Metallspielgeräten ist immer ein ernstes Warnzeichen. Durch einfaches Hinsehen ist der Grad der Zerstörung oft nicht erkennbar. Daher sollte der Betreiber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig informiert werden, um Einsturzgefahr zu vermeiden.

• Gleiches gilt für Fäulnis an Holzspielgeräten. Mit bloßem Auge ist der Grad der Zerstörung auch beim Holz oft nicht erkennbar. Haben die Balken Risse? Sind an den Nahtstellen Verschleißpunkte erkennbar? Sind Schaukelsitze und Kettenglieder abgenutzt?

• Spielplätze sind weder Partyzonen noch Hundedressurplätze. Anwohner sollten daher sofort den Betreiber informieren, wenn der Platz abends und nachts zweckentfremdet wird.

• Wichtig: Es ist hilfreich, sich beim Telefonat den Ansprechpartner sowie Uhrzeit und kurze Stichpunkte zum Inhalt des Gesprächs zu notieren, um noch einmal nachhaken zu können, falls von Seiten der Verantwortlichen nichts passiert.

Ehrenamtliche Spielplatz-Paten

Menschen, die Zeit und Lust haben, sich besonders um einen Spielplatz zu kümmern, können Spielplatz-Paten werden. Grundsätzlich sind Paten frei in der Ausgestaltung ihrer Tätigkeit. Zu ihren Aufgaben können gehören: Sie besichtigen die Spielfläche regelmäßig, achten gemeinsam mit den Kindern auf die Sauberhaltung des Spielplatzes und führen einfache Säuberungen durch. Starke Verunreinigungen sowie Schäden an den Spielgeräten und Einrichtungen sollten sie natürlich sofort melden. Zudem sprechen sie mit den Kindern und Eltern, die den Platz nutzen, sowie mit Personen, die die Ordnung auf dem Spielplatz missachten. Die Paten greifen Ideen auf, geben Anregungen, schlichten auch mal einen Konflikt und ganz Engagierte organisieren Aktionen und Spielplatz-Feste. Klar, eine Spielplatz-Patenschaft bedeutet Verantwortung – aber das Ehrenamt bringt auch viel Spaß und geselligen Austausch mit anderen, besonders natürlich mit Kindern!

Was ist nicht Aufgabe der Paten? Der ehrenamtlichen Tätigkeit als Spielplatz-Pate sind Grenzen gesetzt. Paten sind keine Müllsammler oder Spielplatz-Polizisten, sondern Partner für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Anwohner. Die jeweiligen Spielplatz-Träger sind und bleiben für ihren jeweiligen Spielplatz gesamtverantwortlich. Folgende Tätigkeiten gehören daher NICHT in den Aufgabenbereich der Paten: Die Verkehrssicherungspflicht ausüben, den Spielplatz instand halten, den Spielplatz gärtnerisch pflegen, gesammeltem Unrat abtransportieren.

Einzelne Personen, aber auch Gruppen oder Initiativen können Spielplatz-Paten werden. Ob in Ihrer Nähe Spielplatz-Patenschaften angeboten werden, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde.